Geschichte des Apnoetauchens
Tatsächlich ist diese Sportart gar nicht so neu wie man vermuten könnte. Das Apnoetauchen ist die älteste Art des Tauchens überhaupt. Schon in der Steinzeit wendeten die Menschen diese Technik an, um beispielsweise unter Wasser Fische zu jagen oder nach Schwämmen und Muscheln zu tauchen.
Japanische Amas
Zeitgleich tauchten in Japan die so genannten Amas auf. Der Name bedeutet wirklich übersetzt "Meerjungfrau". Diese Taucherinnen wurden zur Suche von Perlen und zur Pflege der Austernfarmen eingesetzt. Diese bemerkenswerten Frauen erreichten, nur unter Zuhilfenahme von Gewichten, Tiefen von bis zu dreissig Meter und waren dann noch in der Lage, dort unten körperlich schwere Arbeiten auszuführen.
Auch im modernen Japan gibt es noch Amas. Ihre Hauptaufgabe ist es, nach speziellen Muschelarten zu tauchen, die in Japan als Delikatesse gelten und die, aufgrund der besonderen Fangmethode, nicht unbedingt als billig zu bezeichnen sind. Da der Beruf der Amas sehr gefährlich und anstrengend ist, üben ihn nicht mehr viele Frauen aus.
Freitaucher in Griechenland
Etwas später, in der Blütezeit des antiken Griechenlands, tauchten auch dort Apnoetaucher auf, beziehungsweise unter. Ihre Aufgabe war es, Schwämme vom Grund des Meeres heraufzuholen.
Auch sie benutzten keinerlei technisches Gerät, ausser Gewichtssteinen, die ihnen einen schnelleren Abstieg in die Tiefe ermöglichten und somit die kostbare und knappe Zeit unter Wasser verlängerten.
Apnoetaucher Heute
Aus dem Jahre 1913 ist eine Geschichte überliefert, die die unglaubliche Leistungsfähigkeit der Apnoetaucher aus früheren Zeiten sehr deutlich darstellt.
Ein italienisches Marineschiff verlor in einem Sturm vor der Küste Griechenlands einen Anker in 77 m Tiefe. Ein griechischer Schwammtaucher erklärte sich bereit, diesen Anker zu bergen.
Nur unter Zuhilfenahme von Gewichten unternahm er an mehreren Tagen einige Tauchgänge in diese Tiefe. Nach einer bestimmten Zeit wurde er von Helfern mittels eines Seils wieder an die Oberfläche gezogen.
Schon nach kurzer Zeit fand er den Anker, und brachte dort mehrere Seile an, mit deren Hilfe der Anker letztendlich geborgen werden konnte.
Aus dieser beachtlichen Aktion, entwickelte sich die uns heute bekannte Apnoe-Disziplin "No Limits".
Video: William Trubridge, Blue Hole, Dahab
