Wettkampfdisziplinen im Apnoetauchen
Es wird grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Arten des Apnoetauchens unterschieden. Dies wären das Tieftauchen, das Streckentauchen und das statisches Apnoetauchen. Zu jeder einzelnen Disziplin existieren noch verschiedene Unterarten, auf die hier im Folgenden eingegangen wird.
Statisches Apnoetauchen
Die wohl am weitesten verbreitetste Art des Apnoetauchens ist das statische Apnoetauchen, auch Zeittauchen genannt.Diese Disziplin wird grösstenteils im Hallenbad durchgeführt und ist für Zuschauer relativ unspektakulär. Der Taucher liegt dabei mit dem Gesicht nach unten auf der Wasseroberfläche und hält seinen Atem so lange wie möglich an.
Damit Unfälle minimiert werden ist es notwendig, dass der Freitaucher von einem erfahrenen Partner beobachtet und regelmässig kontrolliert wird.
Streckentauchen
Beim Streckentauchen oder Dynamisches Apnoe, kommt es darauf an, mit nur einem einzigen Atemzug einen möglichst langen Weg unter Wasser zurückzulegen. Auch dieser Wettbewerb wird überwiegend in der Schwimmhalle durchgeführt.
In dieser Disziplin wird zwischen dynamischem Apnoe ohne Flosse und dynamischem Apnoe mit Flossen unterschieden. Wie die Namen bereits aussagen, sind bei Letzterem als Hilfsmittel Flossen zugelassen. Zum Einsatz kommen Stereoflossen, wie man sie vom Schnorcheln oder Gerätetauchen her kennt, oder auch Monoflossen zum Einsatz.
Konstantes Gewicht
Die wohl schwierigste Disziplin ist Apnoetauchen mit konstantem Gewicht, auch Constant Weight genannt. Ziel ist es eine möglichst grosse Tiefe zu erreichen, wobei zum leichteren Abstieg Gewichte zugelassen sind.
Unterschieden wird zwischen Konstantes Gewicht mit Flossen und Konstantes Gewicht ohne Flossen. Auch hier kommen Monoflossen und Stereoflossen zum Einsatz.
Die Regeln schreiben vor, dass der Taucher mit exakt demselben Gewicht wieder an die Oberfläche kommen muss, mit dem er abgetaucht ist. Das Zurücklassen der Gewichte auf dem Grund des Gewässers ist nicht erlaubt.
Um sich den Aufstieg aus grossen Tiefen zu erleichtern, wählen Freitaucher oft relativ leichte Gewichte. Dies hat jedoch zur Folge, dass besonders die ersten Meter beim Untertauchen besonders schwierig zu überwinden sind und eine grössere Anstrengung mit sich bringen. Entsprechend leichter fällt dem Apnoetaucher dann jedoch der Auftieg.
Als Orientierung für den Taucher und um zu ermitteln, in welche Tiefe er gelangt ist, wird auf dem Grund des Gewässers ein Seil verankert. An diesem Seil sind verschiedene Tiefenmarkierungen angebracht. Bei Erreichen seiner Maximaltiefe, reisst der Taucher eine zuvor angebrachte Markierungsscheibe ab und bringt diese als Beweis für die getauchte Tiefe mit nach oben.
Ausser zum Abreissen der Markierung, ist es dem Apnoetaucher strikt untersagt, das Seil zu berühren oder es gar als Hilfsmittel für den Auf- oder Abstieg zu benutzen.
Eine weitere Art des Apnoetauchens mit konstantem Gewicht ist Free Immersion. Hierbei darf der Taucher keine Flossen zu Hilfe nehmen. Der Ab- und Aufstieg erfolgt am Seil ausschliesslich mit Kraft der Arme. Die Verwendung der Beine ist dabei untersagt.
Variables Gewicht
Bei dieser Disziplin des Freitauchens lässt sich der Taucher von einem Gewicht in die Tiefe ziehen. Dieses verbleibt dann jedoch in der Tiefe und muss nicht wieder mit an die Wasseroberfläche gebracht werden.
Der Rückweg wird entweder mit Flossen geschwommen oder man steigt am Führungsseil wieder an die Oberfläche. Das schwierige bei dieser Disziplin ist, dass das Hinabtauchen relativ mühelos vonstatten geht, doch dann der sehr anstrengende Rückweg mittels eigener Kraft zurückgelegt werden muss.
No-Limit
Die wohl bekannteste Disziplin ist "No Limits". Wie aus dem Namen schon ersichtlich, werden bei dieser Disziplin keinerlei Begrenzungen in Bezug auf Technik oder gewisse zulässige Ausrüstung gesetzt.
Einzig das Können und die Fähigkeiten des Tauchers entscheiden darüber, wo diese Grenzen liegen.
Bei dieser Disziplin ist es zulässig sich von einem Gewichtschlitten in die Tiefe ziehen zu lassen und anschliessend mit einem luftgefüllten Ballon wieder an die Oberfläche zu steigen.
Die auf diese Weise erreichten Tiefen sind beachtlich. Die meisten Verbände erkennen diese Disziplin nicht als offizielle Wettkampfdisziplin an.
