Ausbildung zum Apnoetaucher

Wer das Apnoetauchen ausüben möchte, sollte sich grundsätzlich in einer guten körperlichen Verfassung befinden. Ideale Trainingsmethoden sind alle Ausdauersportarten, wie zum Beispiel Langlauf, Schwimmen oder Radfahren. Je besser der Körper in Form ist, umso weniger Schwierigkeiten werden Sie beim Apnoetauchen haben.
Ziel des Apnoetauchens ist es, mit nur einem Atemzug eine möglichst lange Zeit unter Wasser zu bleiben. Da es einen direkten Zusammenhang zwischen Herzfrequenz und Luftverbrauch gibt, haben Sportler, deren Puls unter Belastung in der Regel niedriger ist als bei Nichtsportlern, bessere Möglichkeiten länger zu tauchen.

Apnoetauchen ist neben der körperlichen Komponente eine reine Kopfsache. Je besser es gelingt sich zu entspannen, umso länger man unter Wasser verbleiben. Hilfreich sind z.B. Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Yoga.
Auch das Erlernen verschiedener Atemtechniken ist Grundbedingung für das Ausüben des Apnoetauchens.

Es gibt zwischenzeitlich eine Vielzahl von Verbänden, welche Ausbildung für das Apnoetauchen anbieten. Dabei haben diese die unterschiedlichsten Ausrichtungen. Verbände wie AIDA haben sich als Wettkampfverbände einen Namen gemacht und ihre Ausbildungsrichtlinien entsprechend ausgerichtet.

Die Ausrüstung

Apnoetaucher kommen problemlos mit einer minimalen Ausrüstung zurecht. In der Regel reicht die so genannte ABC-Ausrüstung, die aus Tauchflossen, Taucherbrille und Schnorchel besteht. Spezielle Apnoeflossen gibt es als Stero- oder Monoflossen und werden in unterschiedlichsten Formen und Materialien (Glasfaserverbund, Carbon, Plastik, etc.) hergestellt.

Spezielle Tauchermasken für Freitaucher weisen ein möglichst kleines Volumen auf. Grund hierfür ist der geringere Aufwand beim Druckausgleich in der Maske bei zunehmender Tiefe.

Apnoetauchanzüge werden aus Neopren gefertigt und weisen einen speziellen Schnitt auf. Hierbei wird besonders der Torso zusätzlich vor Unterkühlung geschützt. Ebenfalls wird auf das Anbringen von Reissverschlüssen oder einengenden Nähten verzichtet, damit die Atmung vor dem Tauchgang erleichtert wird.

Bei bestimmten Disziplinen, wie zum Beispiel dem Tauchen mit konstantem Gewicht, kommt ein Bleigürtel zum Einsatz. Nasenklammern für statisches Freitauchen hat sich als hilfreich erwiesen, ist jedoch nicht zwingend notwendig.

Wenn Du also mit diesem Sport beginnen willst, brauchst du nicht besonders tief in Deinen Geldbeutel zu fassen.